RBD – Selbsthilfegruppe Köln 01.04.2026

Das zweite Treffen der RBD-Selbsthilfegruppe Köln konnte wieder in der Uni Köln stattfinden. Heribert John hatte dieses organisiert und führte die Gruppe durch einen spannenden Nachmittag.

Zunächst referierte Frau Dr. Anja Ophey und ihr Kollege Philipp Sommer zum Thema „Luzides Träumen“. Hierbei geht es sich darum, die Fähigkeit einer jederzeit bewussten Traumsteuerung zu erlangen. Der Vortrag stützte sich dabei auf die bisher dazu wissenschaftlich erforschten Hintergründe. Für die RBD-Selbsthilfegruppe stand die Fragestellung im Vordergrund, ob mit Hilfe dieses luziden Träumens eine Chance besteht, die Verletzungsgefahr durch das Ausagieren von Träumen bei RBD-Patienten zu minimieren.
Ob sich hierzu eine Antwort finden lässt, bleibt zunächst offen. Man war sich jedoch darüber einig, dieser eher ungewöhnlichen Möglichkeit zur Reduzierung des Selbstverletzungsrisikos weiterhin Aufmerksamkeit zu schenken. Eine Literaturempfehlung wurde dazu vorgelegt.

Frau Dr. Ophey verwies auch auf die klinische Studie Prevention-in-PD, die jetzt startet. Hierzu hat die Rekrutierung interessierter Teilnehmer/innen begonnen. Mehr dazu im folgenden Link: Prevention-in-PD.
Parallel dazu startet auch die Studie ALPHA-FIT in Bonn, dazu folgender Link: ALPHA-FIT.

Winfried Ruhnke vom RBD e.V. Marburg informierte zur aktuellen Lage des Vereins und die Möglichkeit der Gründung weiterer Selbsthilfegruppen (SHG) wurde erörtert. Winfried Ruhnke und Heribert John kümmern sich um Angebote über und mit Hilfe des „Der Paritätische“ eine Listung der Kölner Gruppe zu erreichen und Ideen für Neugründungen zu gewinnen. Auch Möglichkeiten der Förderung unserer SHG durch die Krankenkassen werden dort erörtert.

Es wurde das Thema „Digitale Treffen“ erörtert. Als Ausweichenmanöver bei z.B. Schlechtwetter oder bei dringendem Bedarf wurde der Vorschlag von allen sehr begrüßt.

Entspannungsmethoden zur Beruhigung vor der Nachtruhe wurden thematisiert. Von autogenem Training über Muskelentspannungsübungen bis zur Akupressurmatte (Stachelmatte). Viele örtliche Volkshochschulen bieten entsprechende Kurse an, die zu Hause in Eigenregie fortgesetzt werden können.

Auch Ängste wurden wieder angesprochen. Gerade im Hinblick auf durch Eigenbeobachtung festgestellte Veränderungen und dem schwierigen Umgang damit ist das ein vordergründiges Thema bei RBD-Patienten. Es kann auf Verschlechterung hinauslaufen und dieser Gedanke regelrecht innerlich lähmen. Es wurden Ansätze (z.B. Entspannungsmethoden s. o.) zur Bewältigung geteilt, die jedoch noch vertieft und weitere Methoden bei unseren nächsten Treffen erörtert werden sollen.

Das nächste Treffen soll in etwa 3 Monaten stattfinden, zu dem auch die Partner herzlich mit eingeladen sind und gerne ihre Fragen stellen mögen oder Anregungen einbringen. Interessierte Personen können sich direkt hier an Heribert John (E-Mail: hjohn_rbd@web.de) wenden.

Die RBD-Selbsthilfegruppe Köln wird freundlicherweise von Frau Dr. Anja Ophey, Abteilung für Medizinische Psychologie | Neuropsychologie & Gender Studies, Centrum für Neuropsychologische Diagnostik und Intervention (CeNDI), Universitätsklinikum Köln unterstützt.

Der Verein REM-Schlafverhaltensstörung e.V., Marburg, begrüßt ausdrücklich die Initiative der RBD-Selbsthilfegruppe Köln. Sie ist hier Vorreiter für weitere regionale Selbsthilfegruppen, die der Verein unterstützen kann.

Hinweis:
Der vorstehende Text ist teilweise aus der Zusammenfassung des Treffens der RBD Selbsthilfegruppe Köln am 01.04.2026 zitiert.